Wegen der hohen Nachfrage ein weiteres Mal

NDR Filmabend – 18. Oktober 2020
18:00 bis 19:30 Uhr

125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal:
Verbindet die Meere, teilt das Land

Es ist der gewaltigste Bau Norddeutschlands: Der Nord-Ostsee-Kanal zwischen Kiel und Brunsbüttel, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Doch der Kanal ist weit mehr als ein Bauwerk. Er hat Biografien, Familien und Generationen geprägt. Zahlreiche Arbeiter aus aller Welt strömten Ende des 19. Jahrhunderts zum Kanalbau und blieben dann in Schleswig-Holstein. „125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal: Verbindet die Meere, teilt das Land“ ist eine emotionale Reise durch eine spannende Geschichte Norddeutschlands. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

Arkonastr. 1, 24106 Kiel – um Anmeldung wird gebeten:  info@maritimesviertel.de  oder   0151-4034 1850


Auch an diesem Traditionstag wirkt sich die Pandemie aus: im Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für diesen Tag kann für jedes Bundesland nur ein Bauwerk dargestellt werden. Für Schleswig-Holstein sind dies die Gebäude des Maritimen Viertels im Bereich der Kanalschleuse Holtenau (Seite 32). Alle anderen Kulturgüter muss man online aufrufen: www.tag-des-offenen-denkmals.de

„Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken“ ist das diesjährige Motto. Die Mitglieder des Vereins „Maritimes Viertel“ arbeiten seit Jahren daran, im Gebäude des Schleusenmuseums, der früheren Technischen Marineschule, an die Arbeit der Marine in Kiel zu erinnern. Ebenso soll das benachbarte Marine Untersuchungsgefängnis erhalten bleiben, das im letzten Jahr über ein Theaterstück der Öffentlichkeit gezeigt wurde. Dies war ein Ansatz, die Nutzung des Areals, das die Marine verlassen hat, neu zu denken.

Am Tag des offenen Denkmals kann man den heutigen Zustand sehen und damit am Beginn einer kulturellen Entwicklung im Stadtteil Wik teilnehmen.

Ort und Zeit: Arkonastr. 1 – 24106 Kiel – Sonntag, 13. September 2020 – 11 bis 17 Uhr


Sonntag, 16. August 2020 – 11 bis 17 Uhr – Der Obelisk am Tiessenkai

Der Eiderkanal als Vorläufer des Nord-Ostsee-Kanals wurde genau 111 Jahre vor dem NOK eingeweiht. Als stolzes Symbol der Fertigstellung lies der dänische König einen Obelisken errichten. Damals gehörte das Land zu Dänemark und so erhielt der Obelisk eine goldene dänische Krone und die Inschrift PATRIA ET POPULO“ – für Vaterland und Volk.

Die Ägypter stellten im 3. Jahrhundert v. Chr. die ersten Obelisken auf und weihten sie ihrem Sonnengott. Wollte der dänische König Christian VII. ähnlich verehrt werden? Zur Kanaleinweihung ist er jedenfalls 1784 nicht angereist, da ihm Geschäfte in Kopenhagen wichtiger waren.

Ehemals waren zwei Obelisken aus norwegischem Marmor (Granit) nördlich und südlich des Kanals aufgestellt worden. Der südliche wurde zuerst von einem Ewer umgesegelt (!), danach durch eine hölzerne Säule und später durch eine Boje ersetzt. Der nördliche stürzte sehr früh um und es gab später eine Kopie aus Granit, die 1894 landeinwärts versetzt werden musste.

Warum diese Verlagerung des Obelisken 1894 nötig war, können Sie am  Sonntag, 16. August 2020, im Kanalmuseum erfahren:

Arkonastr. 1, 24106 Kiel;  Sonntag, 16. August 2020  von 11 bis 17 Uhr

Bild und V.i.S.d.P.:  D.-U. Spengler      presse@maritimesviertel.de


Sonntag, 19. Juli 2020 – 11 bis 17 Uhr – Kieler Idylle vor 125 Jahren!

Ein Blick auf die damals brandneue doppelte Schleusenanlage beweist es: in Holtenau ging es mit den wenigen Häusern recht idyllisch zu und auf der Wik ausgesprochen ländlich. Lediglich der frisch eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal war ein Hinweis auf eine Veränderung, die in diesem Jahr 1895 begann.

Die beiden Schleusenkammern hatten eine Länge von je 120 Metern und sollten alle damaligen Schiffe aufnehmen können, besonders natürlich die großen Schiffe der neuen Kaiserlichen Marine. Aber es stellte sich bereits jetzt heraus, dass bei der Planung der Bauwerke die Vorstellungskraft über die Weiterentwicklung von Schiffsgrößen unzureichend war. Das Wettrüsten besonders mit der britischen Marine führte zu neuen Schiffen mit 123 und 128 Metern Länge, für die also diese Schleusen zu kurz waren.

Wie die kaiserliche Kanalverwaltung mit diesem Problem umging, können Sie am nächsten Sonntag, 19. Juli 2020, im Kanalmuseum erfahren:

Arkonastr. 1, 24106 Kiel;  Sonntag, 19. Juli 2020  von 11 bis 17 Uhr

Bild: Landesbibliothek     V.i.S.d.P.:  D.-U. Spengler      presse@maritimesviertel.de


Sonntag, 21. Juni 2020 – Diese „Ehe“ hält schon seit 125 Jahren!

Am 21. Juni vor 125 Jahren wurde sie vom Kaiser Wilhelm II in Kiel-Holtenau besiegelt, indem Nord- und Ostsee miteinander verbunden wurden. Mit großem Pomp weihte er den neu erstellten Kaiser-Wilhelm-Kanal ein, der erst später in >Nord-Ostsee-Kanal< umbenannt wurde. International ist diese 100 km lange künstliche Wasserstraße bekannt als Kiel Canal.

Wir werden dieses Ereignis im nächsten Jahr angemessen würdigen mit über 20 Vorträgen, Veranstaltungen, Lesungen, Theateraufführungen und vielem mehr.

Im Eingangsrelief des kleinen Leuchtturms auf der Nordseite der Holtenauer Schleuseneinfahrt zeigen Nordsee und Ostsee ihre symbolhafte Verbindung, die ununterbrochen seit 125 Jahren besteht.

Der NDR zeigt in einem Doku-Drama die achtjährige Baugeschichte des Kanals. Über 9000 Arbeiter schufteten für einen kargen Stundenlohn, untergebracht in Barackenlagern und ausgesetzt der Cholera, der Seuche der damaligen Zeit. Mehrfach musste das Kanalbett erweitert werden; die neueste Baumaßnahme beginnt in diesen Tagen.

Im Vorgriff auf die anstehenden Feierlichkeiten im nächsten Jahr zum 125+1 jährigen Jubiläum zeigen wir diesen bemerkenswerten Film, dessen Spielszenen Hubertus Meyer-Burckhardt moderiert, am Jahrestag der Kanaleröffnung, am 21. Juni.

18:00 Uhr NDR-Film 125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal

19:30 Gespräch mit, Dr. Ulf Kämpfer (Oberbürgermeister Kiel), Dietrich Duppel (Autor des Films), Marc Brasse (Redaktionsleiter des Films), Rolf Fischer (Historiker)

 

 Link zum NDR Film – Youtube     und auch     Link zur Diskussion


Sonntag, 17. Mai 2020, 11 – 17 Uhr

„Nein, nicht schon wieder!!“ mag der Schleusenmeister gerufen haben, als er auf seinem Bildschirm sah, wie das hoch beladene Containerschiff AKACIA langsam auf das geschlossene Schleusentor zufuhr, es rammte und sich mit dem Bug tief in das Metall bohrte. Seit der Reparatur des Tores liegt ein herausgeschnittenes sehr verbogenes Metallstück in der Schleusen-Ausstellung des Vereins Maritimes Viertel in der Wik.

Auf jedem Verkehrsweg – Schiene, Straße oder Kanal – passieren immer wieder Unfälle, aber in einer Schleuse sind die Folgen an den Schiffen und der Schleusenanlage oft besonders eindrucksvoll – und teuer. Am 2. Januar 2007 rammte der Tanker BOW SIRIUS ein Schleusentor in Holtenau. Die Reparaturen nach dieser Havarie kosteten über 2 Mio. Euro.

Damit die Schleuse kurzfristig wieder in Betrieb gehen kann, liegen Ersatztore am Ufer im Kanal, die dann eingeschwommen und in die Führungen eingesetzt werden können. Zur Bauzeit der Schleuse vor 125 Jahren wurden die Metallteile noch vernietet, eine Kunst, die heute nicht mehr eingesetzt werden kann und daher müssen bei Reparaturen Verschraubungen alles zusammen halten. Zerstörte Metallteile der damaligen Konstruktion können nicht verschweißt werden, da sich das alte Material dafür nicht eignet. So wird jede Reparatur zu einer zeit- und kostenaufwändigen Einzelanfertigung, die nur noch von wenigen Spezialfirmen beherrscht wird.

Im Sonderheft zum 100 jährigen Kanal-Jubiläum berichteten die Kieler Nachrichten „bis zu 100 mal kracht´s jährlich im Kanal“. Heute kann das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Holtenau diese Zahl reduzieren „große Havarien sind selten, Alleinunfälle in die Böschung gibt´s ca. 1/Monat“. Aber leider müssen auch Tote registriert werden, wie vor über 45 Jahren in einer Nacht sogar 6 Fallschirmspringer.

Wer dazu Details erfahren möchte, sollte am 15. März in die von 11 bis 17 Uhr geöffnete Schleusenausstellung kommen.

Eine Führung findet um 14 Uhr statt. – Arkonastr. 1 – 24106 Kiel

V.i.S.d.P.:  D.-U.Spengler      presse@maritimesviertel.de


17. Januar 2020 – Es ist soweit … Kanalgeschichte neu in Szene gesetzt

„Wie lange liegt denn ein Schiff in der Schleuse?“ fragt Svenja, die für ihr Schulprojekt extra aus Eutin angereist ist. „Und warum wird in Brunsbüttel eine 5. Schleuse neu gebaut und hier in Holtenau gibt es nur 4 Schleusen?“ Diese und weiterführende Fragen beantworten wir in der Schleusen-Ausstellung des Vereins Maritimes Viertel in der Wik.

Nach der Winterpause haben die Vereinsmitglieder alle Poster neu gestaltet und aktualisiert, die Ausstellungstücke neu geordnet und für die Besucher in attraktive Positionen gerückt. Nun fällt es auch leichter, größeren Besuchergruppen die Exponate während einer Führung zu erklären. Bau und Betrieb der Schleusenanlage des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau werden gezeigt, detailreiche Modelle blinken, bewegen sich und zeigen so die Funktionsweisen historischer und aktueller Schleusen. Bau- und betriebstechnische Einzelobjekte demonstrieren, wie aufwändig es ist, eine solche riesige Anlage rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres betriebsbereit zu halten.

Die neugestaltete Schleusenausstellung wird am Freitag, den 17. Januar, um 18 Uhr in einer Vernissage neu eröffnet. Das Querflötentrio Uliana, Victoria, Adelia wird den musikalischen Rahmen geben, Grußworte vom Wasser- und Schifffahrtsamt sowie der Vereinsvorsitzenden leiten über zu einer Führung durch die neue Ausstellung. Gäste sind herzlich willkommen.

Arkonastr. 1, 24106 Kiel  –  Freitag, 17. Januar 2020, um 18 Uhr


Das Maritime Viertel stellt sich vor

Zwischen Hindenburgufer und Nord-Ostsee-Kanal erstreckt sich ein Gelände mit einzigartiger Kieler Geschichte und Kultur.

Ausgangspunkt ist die Tirpitzmole und der Schiffe der Bundesmarine. Daran schließt sich der Flandern-Bunker an, der einen Eindruck der Kriegszeit in der Region gibt und hervorragende Jugendarbeit zu Erinnerungs- und Friedensarbeit macht. Nach dem Bunker gehen wir durch das ehemalige Marinelazarett im Anscharpark. Hier haben inzwischen Künstlerinnen und Künstler eine neue Heimat gefunden.

Die ehemalige Garnisonskirche, heute Petrus-Kirche, ist vielen bekannt als Veranstaltungsort für hervorragende Konzerte und dient heute wieder der Apostelgemeinde als religiöse Heimat.

Auch die ehemalige Technische Marineschule gibt Zeugnis der Marinegeschichte in der Wik. Heute ist dort die Schleusenausstellung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Kiel mit vielen einmaligen Exponaten und historischen Gebäuden aus Kiel zu Hause.

Der Wasserturm an der Herthastraße, die Bundeswehrfachschule, die Firma Raytheon (ehemals Anschütz) zeugen von dem Leben und Arbeiten in der Wik.

Kernstück ist der Kanal: Eine der am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt, herrlich gelegen zwischen der Wik und Holtenau, in der ganzen maritimen Welt bekannt unter dem Namen „Kiel Canal“, mit seinem Aussichtspunkt dem Torbunker 4 und der winzigen Adler-Fähre, die den Weg nach Holtenau zu Fuß und per Rad auf angenehme Weise verkürzt. Direkt am Kanal liegt auf der Wiker Seite das Maschinenmuseum. Allein hier kann man einen ganzen Tag verbringen, um in die Geschichte des Maschinenbaus und die technische Entwicklung, die sich in den alten Motoren dokumentiert, einzutauchen. Bei Führungen werden diese in Betrieb vorgestellt.

Auf der anderen Seite des Kanals liegt Holtenau. Die sorgfältig restaurierten Häuser, der Tiessenkai mit dem Schiffer-Café, die Kieler Seemannsmission, der historische Leuchtturm und vieles andere laden ein, Holtenau wieder neu zu entdecken.

Dies alles und noch mehr, das anzuführen zu umfangreich wäre, gilt es zu bewahren, herauszustellen und touristisch zu entwickeln.

Lassen Sie sich begeistern von unserem Maritimen Viertel von der Wik bis Holtenau.


Besuchen Sie uns: jeden 3. Sonntag im Monat zwischen 11:00 Uhr und 17:00 Uhr

 

Arkonastraße 1  –  24106 Kiel  –  info@maritimesviertel.de

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